Spanien ändert die CAP-Regeln: bis zu 166 Stunden virtueller Unterricht und Ende der biometrischen Kontrolle
Das Real Decreto 487/2026 trat am 18. September in Kraft und erlaubt bis zu 166 Stunden CAP-Ausbildung im synchronen virtuellen Klassenzimmer mit Kamerapflicht. Prüfung und Praxis bleiben stets in Präsenz, und die biometrische Anwesenheitskontrolle wird durch ein anderes Verfahren ersetzt.
Das Real Decreto 487/2026 vom 17. Juni, das das RD 284/2021 über die Grundqualifikation und Weiterbildung von Berufskraftfahrern (die spanische CAP) ändert, trat am 18. September in Spanien in Kraft. Es ändert die Art, wie die CAP dort erworben werden kann — auch für ausländische Fahrer, die sich auf spanischer Seite ausbilden lassen.
Bis zu 166 Stunden virtueller Unterricht
Ordentliche Grundqualifikationen können künftig bis zu 166 Stunden synchronen virtuellen Unterricht umfassen — 92 Stunden bei Schnellkursen —, mit Echtzeit-Verbindung und während der gesamten Sitzung eingeschalteter Kamera. Spaniens Verkehrsministerium bestätigt, dass Prüfung und praktischer Teil stets in Präsenz bleiben: Der virtuelle Unterricht ersetzt nur einen Teil der theoretischen Komponente.
Laut Camión Actualidad müssen Ausbildungszentren die Verbindungsprotokolle jedes Teilnehmers künftig zwei Jahre lang aufbewahren, und wer während der Prüfung unerlaubte Kommunikationsgeräte nutzt, riskiert einen einjährigen Ausschluss.
Ende der biometrischen Kontrolle
Das Dekret hebt die Pflicht zur biometrischen Anwesenheitskontrolle in Ausbildungszentren auf, ersetzt durch Unterschriftenlisten oder ein anderes datenschutzkonformes Verfahren — nach Grenzen, die Spaniens Datenschutzbehörde (AEPD) dem Einsatz von Biometrie zu diesem Zweck bereits gesetzt hatte.
Keine Rückwirkung
Bereits zugelassene oder vor dem 18. September 2026 begonnene Kurse laufen weiter nach der alten Regel. Die Änderung gilt nur für neue Grundqualifikationen und Weiterbildungen, die ab jetzt beginnen.
Für Fuhrunternehmen oder Fahrer außerhalb Spaniens, die eine CAP auf spanischer Seite in Betracht ziehen — oder Unternehmen mit Auszubildenden auf beiden Seiten der Grenze —, verringert der virtuelle Unterricht den Reiseaufwand für einen Teil der Theorie, ersetzt aber nicht die Präsenztage für Prüfung und Praxis.