Wochenende 19.-20. September: Lkw-Fahrverbote in Europa
An diesem Wochenende (19.-20. September 2026) gelten in 12 europäischen Ländern Fahrverbote für schwere Fahrzeuge. Besondere Feiertage gibt es nicht, nur die üblichen Wochenendregeln. Überblick über Zeiten, Alternativen und die kritischsten Länder.
An diesem Wochenende (19.-20. September) gibt es keine nationalen Feiertage in Europa. Es gelten die üblichen Wochenendverbote für den schweren Güterverkehr (Fahrzeuge über 7,5 Tonnen, mit einigen regionalen Ausnahmen).
Übersicht nach Ländern — Samstag, 19., und Sonntag, 20. September
🔴 Strenge Verbote
Frankreich
- Zeit: Samstag 22:00 bis Sonntag 22:00 Uhr
- Umfang: das gesamte Autobahnnetz
- Ausnahmen: Verderbliches, lebende Tiere, kombinierter Verkehr, Notfälle
- Folge: Wer nach Nordfrankreich will, fährt freitags oder montags
Italien
- Zeit: Sonntag 07:00-22:00 Uhr (Sommerregel bis 30. September)
- Umfang: Autobahnen und stark befahrene Straßen
- Ausnahmen: Milchprodukte, Frischfleisch, Notfälle
- Folge: Routen Brenner-Süditalien sonntags gesperrt
Österreich
- Zeit: Samstag 15:00-24:00; Sonntag 00:00-22:00 Uhr
- Umfang: das gesamte Autobahnnetz
- Zusätzlich: Nachtfahrverbot 22:00-05:00 Uhr ganzjährig auf ausgewiesenen Strecken
- Folge: Der Brenner ist dicht; Umwege über Bayern oder Ljubljana
Deutschland
- Zeit: Sonntag 00:00-22:00 Uhr
- Umfang: das gesamte Autobahnnetz
- Ausnahmen: Verderbliches, Notfälle
- Folge: geringer — Samstag frei, Sonntag gesperrt
🟡 Mäßige Beschränkungen
Spanien
- Zeit: kein Wochenendverbot (nur abschnittsbezogene Beschränkungen im Jahresverlauf)
- Umfang: Jahreskalender der DGT (für dieses Wochenende unverändert)
- Folge: freie Fahrt am Wochenende
Portugal
- Zeit: keine Wochenendbeschränkung
- Folge: freie Fahrt
Tschechien
- Zeit: Sonntag 13:00-22:00 Uhr (neu 2026)
- Umfang: Fahrzeuge über 7,5 t
- Folge: geringer — nur Sonntagnachmittag
Slowakei
- Zeit: Sonntag 06:00-22:00 Uhr (seit September 2026 verkürzt)
- Umfang: Fahrzeuge über 7,5 t
- Folge: geringer
Belgien
- Zeit: kein Wochenendverbot
- Folge: freie Fahrt
Niederlande
- Zeit: kein Wochenendverbot
- Zusätzlich: ermäßigte Maut vom 1.09. bis 31.12.
- Folge: freie Fahrt; Maut 10-15 % günstiger
Schweiz
- Zeit: keine Wochenendbeschränkung (Regeln nur 00:00-05:00 Uhr, Montag bis Freitag)
- Folge: freie Fahrt
🟢 Ohne Wochenendbeschränkungen
Polen, Ungarn und Rumänien — kein spezifisches Wochenendverbot.
Empfehlungen für Unternehmen
Bei Abfahrt von der Iberischen Halbinsel:
-
Nach Frankreich:
- Freitag starten und vor Samstag 22:00 Uhr durch sein
- Oder in der Nacht zum Montag starten
- Alternative: Umweg über Spanien und Italien (länger)
-
Nach Italien:
- Brenner und Österreich vor Samstag 15:00 Uhr passieren (dann schließt Österreich)
- Oder bis Montag warten
- Alternative: über die Schweiz (teurer bei der Maut)
-
Nach Deutschland und Nordeuropa:
- Samstag ist frei (das Verbot gilt nur sonntags)
- Samstagnacht Pause, montags weiter
Regionale Alternativen:
- Iberischer Korridor (PT/ES/FR): nur das französische Verbot greift (Samstag 22 Uhr); der Samstagvormittag geht
- Brenner-Korridor (Mitte und Süden): komplexer — Österreich schließt Samstag 15 Uhr, Italien Sonntag 7 Uhr
- Nordkorridor (NL/Belgien/Deutschland): Samstag ist Arbeitstag; nur der Sonntag ist gesperrt
Finanzielle Wirkung
Wer die Zeiten nicht einhält:
- Bußgelder: 750 € bis 3.750 € je Verstoß
- Stilllegung des Fahrzeugs in schweren Fällen
- Haftung des Unternehmens, nicht nur des Fahrers
Die nächsten Wochenenden
- 26.-27.09.: keine Feiertage, dieselben Verbote
- 3.-4.10.: keine Feiertage, dieselben Verbote
- 10.-11.10.: in einigen Ländern ein Feiertag (länderweise prüfen)
Tipp: In der Vorwoche die Meldungen der Verkehrsbehörden verfolgen — wegen kurzfristiger Änderungen.